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Schlagzeuger auf einem DoppelbodenSchall entsteht durch Molekularbewegung in einem Medium als Folge einer Druckschwankung. Das durch die Druckschwankung schwingende Molekül stößt ein benachbartes Molekül an. Dieser Impuls pflanzt sich als Schallwelle durch das Medium fort. Die Frequenz der Schwingung bestimmt die Tonhöhe, die Größe des Schwingungsausschlages die Lautstärke.

Das menschliche Ohr hat seine größte Empfindlichkeit im Bereich 100 bis 3150 Hertz. Bei bewerteten Schallmessungen werden die Schalleindrücke nicht über das gesamte Frequenzspektrum sondern über diesen Frequenzbereich gemessen.

Zwei benachbarte Räume sind nicht nur durch eine Wand getrennt, sondern, schalltechnisch betrachtet, durch diese Wand verbunden. Druckschwankungen werden als Körperschall durch die Wand geleitet. Schritte im Nebenraum sind deutlich hörbar. Der Trittschall breitet sich durch den Boden aus. Wer flüstert da? Schall breitet sich natürlich auch durch die Luft aus, durch Klimakanäle, Installationshohlräume, Lufträume unter abgehängten Decken. Selbst die Wände übertragen den Schall als flankierende Bauteile.

Was tun zur Schalldämmung?

Im Grunde ist Schalldämmung ganz einfach. Man muss nur Sorge dafür tragen, dass ein benachbartes Molekül nicht schwingt. Schon ist die Schallübertragung beendet.

In der Praxis ist diese Aufgabe schon schwerer zu lösen. Der Schlüssel zur Lösung liegt darin, dass unterschiedliche Moleküle unterschiedlich schwingen. Stößt ein schweres Molekül (Vergleich: ein LKW) gegen ein leichtes Molekül (Vergleich: ein Kleinwagen), wird das leichte Molekül (der Kleinwagen) kräftig aus seiner Bahn bewegt. Trifft dieses leichte Molekül (der Kleinwagen) nun gegen ein zweites schweres Molekül (ein zweiter LKW) wird der weit weniger aus seiner Bahn gelenkt. Stattdessen wird das leichte Molekül heftig zurückgeworfen (Reflektion). Wäre das zweite schwere Molekül direkt von dem ersten schweren Molekül getroffen worden, wäre es weit mehr aus der Bahn gelenkt worden.

Das Beispiel mit LKW und Kleinwagen hinkt insofern, als dass die Moleküle nicht wie Fahrzeuge deformiert werden. Durch das unterschiedliche Schwingverhalten wird ein Teil der Energie aber dazu verwendet, das Nachbarmolekül zum Schwingen anzuregen. Erster Effekt: Der Fortpflanzung der Schallwelle geht diese Energie verloren, der Schall wird gedämmt. Zweiter Effekt: Beim Übergang vom weniger dichten in das dichte Medium kann Reflektion auftreten.

Perfekt zur Schalldämmung sind Gewebe. Ständig wechselt hier ein dichtes Medium (Gewebematerial) mit einem weniger dichten Medium (Luft). Neben der Dämmung aufgrund der Materialübergänge wird der Schall ständig diffus reflektiert.

Zur Trittschalldämmung sind elastische Materialien sehr gut geeignet. Hier wird ein Teil der Energie zur Materialverformung benötigt und steht zur Erzeugung der Druckschwankung nicht mehr verfügbar.

Was bedeutet das für den Doppelboden?

Schalldämmende Maßnahmen am Doppelboden können immer nur ein Teil des Gesamtkonzeptes sein. Decken, Fenster, Türen, Wände und Installationen müssen immer einbezogen werden.

Die Entstehung von Trittschall wird durch die Wahl geeigneter Oberbeläge minimiert. Werden Wände auf den Doppelboden gesetzt ist eine Schallabschottung unterhalb der Wände im Installationshohlraum wirksam. Zwischen Doppelbodenplatten und Unterkonstruktion sollte das Doppelbodensystem ein Bauelement zur Trittschalldämmung vorsehen.

Schalldämmverhalten von Doppelbodenplatten

 
Holzwerkstoff
Holzwerkstoff
unterseitig Stahlblech
Anhydrit
Anhydrit
unterseitig Stahlblech
Schallängsdämmaß R
ohne Belag
49 dB
49 dB
49 dB
49 dB
Bewertetes Schallängsdämmaß Rw
mit Belag *
62 dB
62 dB
62 dB
62 dB
Bewerteter Normtrittschallpegel
mit Belag *
63 dB
64 dB
51 dB
52 dB
Trittschallverbesserungsmaß
ohne Belag
16 dB
16 dB
14 dB
14 dB

* nach NF EN ISO 140 Teil 1-12

Schalldämmmaß R

Das Schalldämmmaß R ist nicht direkt messbar und nicht zu errechnen. Es bezeichnet den Schallpegelunterschied zwischen innen und außen unter Berücksichtigung des Schallschluckvermögens eines Raumes. Das Schalldämmmaß ist nicht abhängig von den akustischen Raumeigenschaften und kann daher direkt mit anderen Bauteilen verglichen werden.

Bewertetes Schalldämmmaß Rw

Die Messungen zum Schalldämmmaß R erfolgen mit einem Filter, der das menschliche Ohr nachempfindet.

Bewerteter Norm-Trittschallpegel

Das zu prüfende Bauteil wird durch einen genormten Hammerschlag angeregt. Der Schallpegel wird auf eine Bezugsfläche von 10 m2 umgerechnet und in einer aus 16 Einzelwerten bestehenden Messkurve aufgezeichnet. Der Vergleich der Messkurve nach vorgegebener Methode mit einer Bezugskurve nach DIN 52210 Teil 4 ergibt den bewerteten Norm-Trittschallpegel und kennzeichnet die trittschalldämmende Eigenschaft mit nur einem einzigen Zahlenwert.

Trittschallverbesserungsmaß

Das Trittschallverbesserungsmaß gibt an, um wie viel sich die Trittschalldämmung durch den Doppelboden gegenüber der Rohdecke verbessert.

 

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